Dawanda

27 September 2015

Willkommen zu Hause - etwas zum Nachdenken

Nachdem ganz viele von Euch immer noch dem letzten Urlaub nachhängen und ein bisschen Urlaubsstimmung in den Alltag rüberetten , "erzähle" ich Euch zum gleichen Thema ein kleine Urlaubsbegebenheit .
Als wir aus Nizza zurückkamen, war unser Gepäck nicht dabei. Wir haben also ewig lange am Lufthansa Lost & Found Schalter gestanden, um dies mitzuteilen. Eigentlich ist diese Geschichte schon einen Extra-Post wert.

Ich musste eigentlich dringend zur Toilette , da es aber schon sehr spät war , verschob ich den Toilettenbesuch auf die 1. Tankstelle .
Dort angekommen war ich ABSOLUT froh, eine saubere ordentliche Toilette vorzufinden - mit Seife im Seifenspender und Papierhandtüchern. Ich war einziger Gast zu relativ später Stunde und habe beim Zurückgeben des Schlüssels gesagt, dass ich mich sehr über die saubere Toilette gefreut habe.
Die junge Frau fühlte sich wohl auf den Arm genommen und meinte: "Habe ich nicht ordentlich geputzt?" Nachdem ich ihr dann ausführlicher erklärt habe, warum ich mich bedanke, kam zurück, dass sie immer nur das Gegenteil hört . Sie konnte sich nicht erinnern, dass sich jemals jemand dafür bedankt hat .

Warum schreibe ich das ? Gerade hier im Großraum Berlin  ist der Umgangston eher unfreundlich , was so liebevoll aus "Schnauze mit Herz" umschrieben wird . Manchmal fehlt dabei der letzte Teil. Wenn Ihr also - wie immer vollgemuffelt werdet und man Euch lang und breit erklärt, was alles nicht in Ordnung ist, dann heißt das so viel wie - WILLKOMMEN ZU HAUSE !

Vielleicht gehört Ihr ja zu den ganz Netten, dann sagt doch vielleicht beim nächsten Meckern auch dazu , dass es neben dem einen Problem auch 99 Dinge gibt, die in Ordnung sind - Ihr könntet damit vielleicht das Miteinander etwas leichter machen ;-)))

Euch allen einen schönen Sonntag ! LG, Katrin

1 Kommentar:

  1. Liebe Katrin,
    auf einem Kassenbon habe ich mal gelesen : wenn Sie zufrieden sind, sagen sie es weiter. Wenn nicht, sagen sie es bitte uns. Das finde ich sehr passend ! Zur Schnauze mit (oder ohne) Herz kann ich nur sagen, dass ich vor zwei Jahren in Berlin obergenervt war, wenn ich auf eine Frage, auf mit einem einfachen Ja oder Nein beantwortet werden konnte, einen flapsigen Kommentar bekam. Ein Beispiel unter vielen : wir hatten uns verlaufen und fragten auf einem Omnibusbahnhof wo der Bus zum Alexanderplatz hält. Die Antwort war ein ausgestreckter Arm der Richtung Straße zeigte und ein knappes "da". Leider waren auf beiden Straßenseiten Haltestellen und wir mussten raten, in welche Richtung wir sollten. Als der erste Bus kam, bin ich eingestiegen und habe freundlich gefragt ob der Bus zum Alexanderplatz fährt und bekam zur Antwort :"hätte nichts dagegen".
    In unsere Stadt kommen auch viele Touristen, und wenn ich Leute sehe die mit dem Stadtplan kämpfen und aussehen, als ob sie Hilfe brauchen könnten, spreche ich sie einfach an und biete meine Hilfe an. Und wenn ein ausländischer Tourist Probleme mit dem Parkscheinautomaten hat, weil der nur Euro schluckt, helfe ich auch schon mal aus.
    Mag sein, dass sich hinter all´ den Schnauzen auch das eine oder andere Herz verbirgt, aber wenn die Kontakte so kurz ausfallen, dass nur die Schnauze rüberkommt, ist das schon ziemlich doof .

    Liebe Grüße
    Angelika

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